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Höhle in Sardinien Was verbirgt sich wohl hinter diesem auffälligem Loch, welches wir per Zufall entdeckten ? Kaum zu glauben, was wir im Innern dieser Felswand bestaunen durften. Eine phantastische Unterwelt und dies erst noch relativ problemlos zu erreichen. Nicht gerade optimal ausgerüstet für ein solches Unternehmen, wagten wir trotzdem den Vorstoss ins dunkle Ungewisse. Kurze Hosen und T-Shirt gehören normalerweise wohl eher nicht in eine Höhle. Aber Helm, Licht und Ersatzmaterial waren ja vorhanden. Sardinien ist bekannt für eine traumhafte Unterwelt, welche aber meist nur für ortskundige erfahrene Höhlenforscher zugänglich ist. Weil ich ein Jahr zuvor bei einem Ausflug in einer Felswand Loch erblickte und eine Höhle vermutete, nahmen wir wenigstens einen Helm und eine elektrische Stirnlampe mit. In der Hoffnung diese vermeintliche Höhle wiederzufinden mieteten wir ein Auto und machten uns auf die Suche. Die ungefähre Position glaubte ich noch in Erinnerung zu haben. Wenige Kilometer vor unserem eigentlichen Ziel machten wir noch einen kleinen Abstecher in eine andere Richtung. Wir fuhren einige Kilometer eine schmale, stellenweise mit unserem Mietwagen fast nicht befahrbare Naturstrasse entlang. Als es dann immer enger wurde entschieden wir uns, zu Fuss weiter zu gehen. Dies entpuppte sich dann als grosses Glück, denn kaum 500 Meter weiter erblickten wir unterhalb des Weges dieses grosse Loch. Aus dem Auto hätten wir diese Höhle nie entdeckt. Nun entschieden wir uns, mit dem Auto doch noch etwa einen Kilometer weiter zu fahren, bis wir die Stelle erreichten, von wo wir uns einen Weg zur Höhle suchen konnten. Zuerst waren wir etwas enttäuscht, denn es stellte sich heraus, dass es sich offensichtlich nur um einen Schafsunterstand handelte. Stefan wagte aber trotzdem einen Blick in einen kleinen Gang, dieser schien tatsächlich weiter zu führen. Es brauchte einige Überwindung, sich in den Schafsdreck zu legen um die ersten Meter kriechend zu bewältigen. Tausende von Fliegen summten uns um den Kopf, aber zu unserem Erstaunen ging der Gang immer weiter ins Bergesinnere. Nach einigen Metern wurde der Gang etwas sauberer und Fliegen hatte es kaum mehr. Nach dem etwas beschwerlichem Anfang endete der Gang in einer ersten Halle, wir trauten unseren Augen nicht, wir standen vor Stalakmiten von gut 2 Metern Höhe. Und dies war nur der Anfang, gemeinsam erkundeten wir diese traumhafte Unterwelt und entdeckten weitere Hallen, welche unsere Erwartungen bei weitem übertrafen. Red. WBi August 1999 |